Der Tag an dem Louis gefressen wurde

Der Tag an dem Louis gefressen wurdeAuf einem Flohmarkt hielt ich das Kinderbuch „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“ von John Fardell das erste Mal in der Hand. Bei diesem doch recht unheimlichem Titel schaute ich den kleinen Verkäufer – einen etwa 8-Jährigen Schüler – skeptisch an und deutete auf meine 3-jährigen Zwillingsmädchen. „Meinst du, das ist was für sie?“, fragte ich ihn. „Neee, zu gruselig“, sagte er und schüttelte entschieden den Kopf. Ich kaufte es trotzdem. Zum Glück! Und ja, es ist gruselig. Irgendwie. Aber irgendwie dann doch kein bisschen. Es trifft den Humor unserer Kinder zu 100 Prozent und mittlerweile ist es mein Lieblingsbuch zum Verschenken. Während die Eltern sich beim Vorlesen fragen, ob „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“ nicht viel zu grausam für ihr Kleines ist, kringeln sich die Kinder vor Lachen auf den Boden. Und hier lest ihr, warum.

Darum geht’s in Der Tag an dem Louis gefressen wurde

Louis und seine große Schwester Sarah sind im Wald unterwegs. Dort lauert ihnen ein Monster auf. Der Schluckster verschlingt Louis in einem Stück. Sarah heftet sich an die Fersen des dicken Schlucksters, um ihren Bruder zu retten. Doch dann wird das Ungeheuer von einem gewaltigen Vogel gefressen. Sarah hinterher. Kurz vorm Ziel taucht ein riesengroßer Wasserschnapper aus der Tiefe des Meeres auf und frisst den Riesen-Vogel. Und so geht es weiter bis alle im Bauch eines gigantischen Säbelzahn-Schlingers landen. Als dieser schläft, krabbelt die mutige Sarah von Bauch zu Bauch, um schließlich Louis mit einem Trick zu befreien. Am Ende folgt eine gewaltige Hicks- und Rülpsparade und Louis ist befreit. – Das Ganze ist aufgebaut mit vielen großen Bildern und einer einfachen, pointierten Sprache, sodass John Fardells Buch an einen Comic erinnert.

mama Fuchs HellaMama Fuchs sagt: Entschuldigung, wie absurd ist dieses Buch bitte? Und: Ich liebe liebe liebe absurd. Verdammt, war ich beim ersten Vorlesen aufgeregt. Wie um Himmels Willen, sollte denn Louis gerettet werden? Die Geschichte ist wirklich überraschend und einzigartig. Noch dazu ist die Sprache John Fardells – übersetzt von Bettina Münch – absolut kindgerecht und auf den Punkt gebracht. Die Illustrationen wirken mit Details, die erst auf dem zweiten Blick erkennbar sind, wie ein Comic und machen unendlich viel Spaß.

Fritzi FuchsFritzi sagt: Louis, Schluckster, Grabscherix, Wasserschnapper, Dornrücken-Schlürfer, Säbelzahn-Schlinger – ich weiß genau, in welcher Reihenfolge hier wer wen frisst. Am liebsten mag ich es, wenn die Monster allesamt hicksen und rülpsen. Hicks, Rüüülps, Hicks, Rüülps. Hahahah. Die Stelle lesen immer meine Schwester und ich vor und lachen uns dabei scheckig. Sollte ich Angst haben, wenn Monster Kinder fressen wurde ich mal gefragt? Wieso? Sarah und Louis sind doch auch furchtlos. Können wir jetzt bitte nochmal lesen? Und nochmal? Danke.

Details zu „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“

Das Buch von John Fardell erschien 2011 im Original unter dem Titel „The Day Louis Got Eaten“. Bei uns kam es im Moritz-Verlag  heraus. Wir empfehlen die große, gebundene Ausgabe. Kosten: 14 Euro. Die Altersempfehlung liegt bei ab 4 Jahren. Unsere Mädchen haben es aber auch schon geliebt, als sie gerade 3 Jahre alt geworden sind. 2013 wurde „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Damals gewann „Wo ist mein Hut“ von Jon Klassen. Vielleicht sollte ich das als Anlass nehmen, das Buch mal zu lesen…

Unsere Wertung: 5 von 5 Füchsen (und das vergeben wir nicht oft)

5 füchse

 

 

 

Buchtipp: Wer „Der Tag an dem Louis gefressen wurde“ mag, findet sicher auch „Rosi in der Geisterbahn“ klasse.

 

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